»eHealth & Society«

 

Das Symposium bringt am 15. Februar 2017 Wissenschaftler und Praktiker aus dem Umfeld des Gesundheitswesens zusammen. Es bietet ein Forum, um Know-how, Forschungsergebnisse und Erfahrungen auszutauschen, Potenziale aufzuzeigen sowie Trends und Konzepte kennenzulernen. Die referenzierten Keynote-Speaker kommen aus den Bereichen Sektorenübergreifende Gesundheitsstrategie, Public Health und Digitale Medizin. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für WissenschaftlerInnen, AbsolventInnen und PraktikerInnen, Beiträge für die Sessions einzureichen.

Schwerpunkte der Veranstaltung sind:

Sektorenübergreifende Gesundheitsstrategie

  • e-basierte Versorgungsformen
  • e-basiertes Krankenhausmanagement
  • e-basierte Präventionskonzepte

Public Health

  • Gesundheitsmanagement-Forschung
  • Sozialwissenschaftliche Forschung
  • Public Health Praxis

Digitale Medizin

  • eHealth Forschung
  • Telemedizinische Lösungen
  • Wearables
  • Big Data und Data Mining

 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Programm

Registrierung

30 Minuten

Eröffnung, Ansprachen

Moderation: Prof. Dr. jur. Marcus Helfrich

Präsentation: 0_Eröffnung

15 Minuten

Andreas Ellmaier

Keynote 1: Digitalisierung und Technik in der Pflege

Die Errungenschaften der künstlichen Intelligenz lassen in der Kranken- und Altenpflege Kombinationen aus Material und IT-Software zu, denen man kaum noch anmerkt, dass hier eine Maschine am Werk ist. Die technischen Lösungen werden dabei menschenähnlicher. Gerade der Pflegealltag bietet für technische Assistenzsysteme eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten: elektronische Beobachtung, die sturzgefährdenden und dementen, alten Menschen hilft, sodass sie selbst allein im Haus weiterleben können. Auch weitere pflegerische Tätigkeiten wie das in-die-Wanne-Heben oder das Anfertigen der notwendigen Einkaufsnotizen können perspektivisch auf diese Art gelöst werden. Somit geht es aktuell bereits darum, die Verbindung von Mensch und Maschine so fließend zu gestalten, dass technische Lösungen Teil des Alltags derer werden, die der pflegerischen Unterstützung bedürfen. Daher hat das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium (StMGP) am 16. April 2015 erstmals eine Fachtagung mit dem Titel „Gestaltung von Digitalisierung und Technik in der Pflege“ durchgeführt, die 2016 eine fokussierende Fortschreibung fand. Hinzu kommt: Beim neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff im Pflegestärkungsgesetz II ist die Selbständigkeit des Pflegebedürftigen Dreh- und Angelpunkt. Gerade Digitalisierung und Technik stärken dessen Selbständigkeit und Fürsorge und entlasten professionelle wie informelle (ehrenamtliche und pflegende Angehörige) Pflegekräfte. Hierzu wurde ein neues Netzwerk "Pflege Digital Bayern" geknüpft, das insbesondere innovative Förderprojekte zur Digitalisierung und Technik in der eigenen Häuslichkeit aquirieren helfen soll. Das StMGP sieht in Digitalisierung und Technik ein zentrales Handlungsfeld, die neuen Technologien einer „Pflege 4.0“ gilt es zu nutzen und deren Chancen für den Pflegealltag im Dialog zwischen kreativen Akteuren aus IT-Wissenschaft und Pflegepraxis weiter zu vertiefen.

30 Minuten

Andreas Ellmaier

Joli Haller

Keynote 2: Public Health in der Gemeinde als Mutter aller Settings

Der Hamburger Sozialmediziner Alf Trojan hatte diesen Begriff bereits im Jahr 1991 geprägt: Von der pränatalen Prävention bis zur Sturzprävention im Seniorenheim kann Vieles im öffentlichen Raum der Gemeinde stattfinden. Das funktioniert im heilklimatischen Kurort Bodenmais im Bayerischen Wald hervorragend. Bürgermeister Haller wird im Rahmen seines Vortrages vorstellen, wie touristische Nutzung und gemeindliche Gesundheitsförderung ideal harmonieren können. Bodenmais gehört zur Gesundheitsregion plus Regen.

Präsentation: K2_Haller

30 Minuten

Joli Haller

Kaffeepause

30 Minuten

Parallele Tracks A – C

Moderation

  • Track A: Prof. Dr. habil. Manfred Cassens
  • Track B: Prof. Dr. Klemens Waldhör
  • Track C: Prof. Dr. Thomas Städter

90 Minuten

Prof. Dr. David Matusiewicz / ifgs

Parallele Tracks A-1: Status Quo zum Digitalen Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Ziel des Vortrags ist es, eine Übersicht über die vorhandenen Instrumente zum digitalen Betrieblichen Gesundheitsmanagement-Instrumente (dBGM- Instrumente) zu geben, deren wesentliche Potentiale und Herausforderungen herauszuarbeiten sowie kritisch zu reflektieren, um damit einen Ausblick für weitere praktische Anwendungsmöglichkeiten im BGM zu diskutieren.
Präsentation: A1_Matusiewicz

30 Minuten

Prof. Dr. David Matusiewicz / ifgs

Jupiter Bakakeu et al. / FAPS

Parallele Tracks B-1: SmartLocate – Indoor-Personenlokalisierung mittels Smart-Phone-Sensorik und Bluetooth- Beacons

Zahlreiche Anwendungsfälle können durch eine Ortsbestimmung und die damit verbundene Personenerkennung bereichert werden. Smart-Home-Systeme werden dadurch individuell anpassbar. Es existiert bis jetzt noch kein Lösungssystem, welches diese Herausforderung kostengünstig meistert.
Diverse Möglichkeiten der Indoor-Lokalisierung wurden analysiert. Auf Basis der Kosteneffizienz und der Robustheit wurden angemessene Verfahren ausgewählt: Received Signal Strength, Proximity/Cell-Identification, Fingerprinting und Dead Reckoning. Diese Verfahren wurden sinnvoll kombiniert und als Android-App realisiert, genannt SmartLocate.
Präsentation: B1_Bauer

30 Minuten

Jupiter Bakakeu et al. / FAPS

Dagmar Piotr Tomanek / TH Ingolstadt

Parallele Tracks C-1: Hospital 4.0 – Das ideale Krankenhaus unter besonderer Berücksichtigung digitaler Transformation

Das in 2014 abgeschlossene und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „BELOUGA – Benchmarking logistischer Unterstützungs- und Dienstleistungsprozesse im Gesundheitswesen und in industriellen Anwendungen“ zielte insbesondere auf die Untersuchung der Wertschöpfungskonzentration in unterstützenden Bereichen im Hinblick auf Personaleinsatz und Ressourcenauslastung. Aus den Ergebnissen des BELOUGA-Projektes lässt sich zwangsläufig folgern, dass die ganzheitliche Wertschöpfungsoptimierung in Krankenhäusern in Verbindung mit einer digitalen Transformation erhebliches Potenzial bietet. Anhand der in BELOUGA bereits untersuchten Prozesse, Patiententransportlogistik und OP-Personaleinsatzplanung, werden Potentiale der digitalen Vernetzung und Lösungsansätze aufgezeigt. Ausschlaggebend für den mittel- bis langfristigen Erfolg wird die ganzheitliche und durchgängige Digitalisierung des Patientenpfades sein. Es ist deshalb zwingend notwendig, das Konzept eines idealen Krankenhauses unter besonderer Berücksichtigung digitaler Vernetzung zu erarbeiten. Die Adaption der Vision von Industrie 4.0 auf das System Krankenhaus ist möglich und erforderlich, bedarf jedoch einer besonderen Berücksichtigung des Datenschutzes.
Präsentation: C1_Tomanek

30 Minuten

Dagmar Piotr Tomanek / TH Ingolstadt

Prof. Dr. Siegfried Jedamzik / BTA

Parallele Tracks A-2: Rücken innovative Schmerztherapie mit e-Health für unsere Patienten / Rise-uP

Der Rückenschmerz ist eine der Volkskrankheiten in Deutschland. Eine Studie ergab, dass bei der Diagnostik des Rückenschmerzes zu oft die Apparatemedizin wie Röntgen, MRT oder CT eingesetzt wird, anstatt klassische Behandlungswege zu beschreiten. Dabei könnte vielen Patienten mit einer gezielten Anleitung z.B. zu mehr bzw. rückenfreundlicherer Bewegung geholfen werden. Rise-uP soll eine vernetzte und e-basierte Dokumentation und Behandlung von akuten, chronisch wiederkehrenden und persistierenden Rückenschmerzen in allen Versorgungsstufen gewährleisten. Rise-uP ist die Kombination eines PC-gestützten Therapienavigators mit vorgehaltenen Diagnose- und Versorgungsalgorithmen. Die Zusammenarbeit der Versorgungsebenen mittels einer gemeinsamen elektronischen Fallakte und der telemedizinischen Vernetzung der Behandler-Teams wird zentral koordiniert.

Präsentation: A2_Jedamzik

30 Minuten

Prof. Dr. Siegfried Jedamzik / BTA

Sebastian Hilke / BTA

Parallele Tracks B-2: Entwicklung eines mobilen, telemedizinisch-vernetzten Augenuntersuchungssystems – MTAU

Bereits seit einigen Jahren kann eine (fach-)ärztliche Unterversorgung von Alten- und Pflegeheimen festgestellt werden und ist durch mehrere Studien belegt. Diese defizitäre Versorgung ist besonders im ländlichen Raum festzustellen. Dies liegt zum einen an der Komplexität der Krankentransporte von Altenheimbewohnern, aber auch an der allgemeinen Überfrequentierung einzelner Facharztgruppen durch den Anstieg pflegebedürftiger Bürger. Die methodische Planung sah zunächst eine technische Erprobung des Systems vor. Die Untersuchungen wurden in den teilnehmenden Alten- und Pflegeeinrichtungen durch eine geschulte Fachkraft durchgeführt. Dafür wurde das Untersuchungssystem vor Ort aufgebaut. Im Nachgang wurden die Aufnahmen und Anamnesen durch einen Augenarzt ausgewertet und ein Befund erstellt. Für die weitere Versorgung der Bewohner wurde bei Bedarf der Kontakt zu kooperierenden Augenärzten vor Ort hergestellt. Erste Auswertungen zeigen, dass bei fast jedem fünften untersuchten Altenheimbewohner eine behandlungsbedürftige Makuladegeneration vorliegt (20,5 %).
Präsentation: B2_Hilke

30 Minuten

Sebastian Hilke / BTA

Madita Herpich / Uni Augsburg

Parallele Tracks C-2: Ein Gamification-Ansatz für das eHealth System CARE

Im Rahmen des Projekts CARE (Context-Aware Recommender System for the Elderly) wird der Frage nachgegangen, ob und ggf. wie sich durch den Einsatz von Informationstechnologie die Lebensqualität von SeniorInnen steigern lässt, wobei der Fokus auf alleinlebenden SeniorInnen liegt.
Der Beitrag berichtet über laufende Arbeiten an einem eHealth System für SeniorInnen, dessen Effektivität durch einen Gamification- Ansatz gesteigert werden soll.
Präsentation: C2_Herpich

30 Minuten

Madita Herpich / Uni Augsburg

Dr. Julian Wangler / Universitätsmedizin Mainz

Parallele Tracks A-3: Wirkungspotenziale von Gesundheitsportalen – Ergebnisse einer Online-Befragung

Gesundheitsportale, auf denen sich Informationen zu Krankheiten, Symptomen und Therapieformen finden sowie Experten konsultieren lassen, werden inzwischen von einer Vielzahl von Patienten selbstverständlich genutzt. Doch liegen bislang kaum Erkenntnisse vor, welche Wirkungen solche Dienste auf das Gesundheitshandeln entfalten können. Der vorliegende Beitrag präsentiert Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Online-Befragung von 207 Nutzern/innen großer Gesundheitsportale.
Präsentation: A3_Wangler

30 Minuten

Dr. Julian Wangler / Universitätsmedizin Mainz

Robert Baldauf / Universität Bielefeld

Parallele Tracks B-3: Cloud-based Real Time ADL Recognition Using Wearable Devices

The utilization of Wearables for the automated recognition of Activities of Daily Living (ADLs) has become a widely used approach in the field of Ambient Assisted Living. Due to their passive and inconspicuous design, Wearables provide an ideal hardware platform to accompany users permanently in their daily lives, enabling an ongoing evaluation of their activities. Previous research demonstrated that continuously performing activity recognition on wearable hardware platforms could lead to a significant increase in CPU utilization and power consumption limiting the usability for practical applications. To overcome these obstacles this paper introduces a prototype for a cloud based ADL recognition system, shifting the computationally demanding tasks to a dynamically scaling cloud infrastructure.
Präsentation: B3_Baldauf

30 Minuten

Robert Baldauf / Universität Bielefeld

Jochen Bauer / FAPS

Parallele Tracks C-3: Werkzeuge aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zur Therapiebegleitung von Wohlstandskrankheiten

Die Werkzeuge und Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) zeigen hohes Potenzial für zahlreiche Anwendungsfelder, etwa in der Medizin und den Ingenieurwissenschaften bei der Diagnosestellung. Darüber hinaus sind ausgewählte KI-Werkzeuge auch zur Therapieunterstützung und Prävention bei Wohlstandskrankheiten, genauer, dem metabolischen Syndrom, denkbar - ein Einsatzfeld, das unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels äußerst relevant erscheint.
In einer systematischen Analyse verfügbarer KI-Werkzeuge wird untersucht, wie diese im Rahmen der Therapieunterstützung einer anvisierten Lebensstiländerung seitens des Patienten hilfreich eingesetzt werden können.
Präsentation: C3_Bauer

30 Minuten

Jochen Bauer / FAPS

Mittagspause

45 Minuten

Poster-Session

Poster bitte im DIN A1 Format mitbringen und bei der Registrierung am Empfang abgeben! Moderation: Prof. Dr. Klemens Waldhör    

45 Minuten

Dr. med. Dipl.-Inform. Klaus Juffernbruch

Keynote 3: eHealth – Technischer Fortschritt vs. regulatorische Rahmenbedingungen

Die technische Entwicklung von eHealth-Geräten und Anwendungen schreitet in rasantem Tempo voran. In diesem Zusammenhang tauchen Fragen auf nach der Validität der Daten und ihrer Sicherheit. Gleichzeitig bedrohen neue, technikbasierte Geschäftsmodelle die bisherigen Anbieter. Das Gesundheitswesen als hochregulierter Bereich muss hier einen Weg finden, der mit den geeigneten regulatorischen Rahmenbedingungen dem Patienten zeitnah den größtmöglichen Nutzen aus den aktuellen Entwicklungen bietet, bei gleichzeitiger Wahrung von etablierten Qualitätsstandards und Datenschutz.

Präsentation: K3_Juffernbruch

30 Minuten

Dr. med. Dipl.-Inform. Klaus Juffernbruch

Andreas Hoffmann / Prof. Dr. Manfred Cassens

Keynote 4: Potenziale eines elektronischen Managements von Gesundheitsregionen

Daten über Gesundheit und Krankheit werden in Deutschland mittels der Gesundheitsberichterstattung (GBE) erfasst. Zuständig ist hierfür auf Bundesebene in erster Linie das Robert Koch-Institut und auf bayerischer Ebene das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie die regionalen und kommunalen Gesundheitsämter. Seit dem Bundesgesundheitssurvey 1998 werden neben pathogenen Daten auch diejenigen zur Salutogenese mit der GBE erfasst. Seit dieser Zeit wurden zudem die Anstrengungen forciert, Qualitätssicherung in regionale Gesundheitsförderungsprojekte zu integrieren, die häufig von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und den Kommunen getragen werden. Da die bayerischen Gesundheitsregionen plus, ein seit 2015 bestehender Entwicklungsprozess des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP), eine Vielzahl von professionellen und freiwilligen Prozessen managen müssen, besteht hier ein ein akuter und zugleich partizipativ angelegter Handlungsbedarf, der zudem durch eine lange bestehende Forderung aus der Gesundheitspolitik ergänzt wird: Die GBE sollte ergänzt werden durch Daten der Umwelt- und der Sozialberichterstattung (UBE, SBE). Dies impliziert den Bedarf  an eine hoch leistungsfähige Managementsoftwarelösung.
Mit der innovativen Softwarearchitektur „Scheer BPaas“ (Business Process as a Service“) konnte eine Software identifiziert werden, die imstande ist, diese komplexen Anforderungen zu erfüllen. Im Rahmen eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses Scheer/ifgs geht es aktuell darum, regionale Prozesse der Gesundheitsregionen plus exemplarisch zu digitalisieren. Primäres Ziel ist es dabei, die gesundheitsbezogene Prozessstrategie selbst umzusetzen; insofern ist dieses Tool von zentraler Bedeutung für die regionalen GesundheitsmanagerInnen. Der Teilvortrag geht auf die auch für Gesundheitsregionen wichtigen Aspekte Planung, Umsetzung, Ausführung und Analyse als „all-in-one-Lösung" ein. Zudem wird auf die drei wesentlichen Aspekte von BPaaS „Application Platform“, „Process Platform“ und „Integration Platform“ eingegangen.
Hinweis: Hierzu folgt im Parallelen Track C-4 die Demonstration eines Showcases.
Präsentation: K4_Cassens K4_Hoffmann
 

30 Minuten

Andreas Hoffmann / Prof. Dr. Manfred Cassens

Kaffeepause

30 Minuten

Parallele Tracks A – C

Moderation

  • Track A: Prof. Dr. habil. Manfred Cassens
  • Track B: Prof. Dr. Klemens Waldhör
  • Track C: Prof. Dr. Thomas Städter

30 Minuten

Prof. Dr. Jürgen Zerth / Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

Parallele Tracks A-4: Akzeptanz eines Monitoring-Sensors in der Altenpflege – Akzeptanz zwischen Handlungs- und Interaktionsperspektive – eine Taxonomie für eine stakeholderorientierte Entwicklung in der Pflege

Dehydratation ist vor allem mit zunehmendem Alter aufgrund hormoneller Veränderungen und Multimorbidität ein großes Problem mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen. Aktuell wird im Projekt „Sensoren für eine bessere Lebensqualität“ (SeLe), (BMBF-Projekt: 16SV7479), ein Dehydrierungsfrühwarnsystem auf Basis innovativer Sensortechnologien entwickelt. Im Fokus der sozialwissenschaftlichen Analyse steht die Erhebung von Akzeptanz- und Nutzerbedingungen der für die Implementierung relevanten Stakeholder. Ziel ist eine Annäherung an eine systematische Erfassung akzeptanzförderlicher Faktoren und deren gerichtete Einordnung (Readiness level).
Präsentation: A4_Zerth

30 Minuten

Prof. Dr. Jürgen Zerth / Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

Eric Clausing, Maik Morgenstern / AVTest

Parallele Tracks B-4: Protokolliertes Leben – Datenschutzrechtliche und sicherheitstechnische Risiken und Nebenwirkungen von Fitness-Trackern

Wearables und Fitness-Tracker sollen dem Nutzer helfen, sein körperliches Aktivitätslevel zu überprüfen und zu erhöhen sowie anhand der ermittelten Daten seinen Gesundheitszustand zu verbessern. Einfache Geräte erfassen zu diesem Zweck  etwa gelaufene Schritte, zurückgelegte Strecken und den daraus errechneten Kalorienverbrauch. Es existieren allerdings Geräte auf dem Markt, deren Funktionsumfang weit darüber hinausgeht und die neben exakter Positionsbestimmung per GPS und Pulsmessung über erfasste Körperdaten die Einschätzung von Gemütszustand und Stresslevel zulassen. Solche Informationen lassen einen sehr detaillierten Einblick in das Leben der Nutzer solcher Geräte zu. Wir nehmen diesen Sachverhalt zum Anlass, um eine Auswahl von 17 weit verbreiteten Geräten aus diesem Produktbereich einer sicherheitstechnischen Evaluierung zu unterziehen und eine allgemeine Einschätzung des Sicherheitsniveaus für diesen Produktbereich abzugeben. Wir betrachten dabei alle relevanten Sicherheitsbereiche, wie Online- und Offline-Kommunikation, sichere Authentifizierung und Behandlung sensibler Daten.  Die von uns dabei identifizierten Schwachstellen sollen erläutert und die resultierenden Konsequenzen für die Sicherheit beleuchtet werden.

Präsentation: B4_Clausing

30 Minuten

Eric Clausing, Maik Morgenstern / AVTest

Maren Porzelt / Vitalij Vigdortchik

Parallele Tracks C-4: Potenziale eines elektronischen Managements von Gesundheitsregionen – eine Cloud-basierte Gesamtlösung für kommunale Strukturen

Auf Basis der Keynote 4 „Potenziale eines elektronischen Managements von Gesundheitsregionen“ findet ein Showcase statt. Hierbei werden am Einzelfallbeispiel Lösungen präsentiert, die ein modernes regionales Gesundheitssteuerungssystem vom Leistungsprofil her bereits auf der Ebene „Application Platform“ erfüllen muss. Die vorerst allgemeine IT-Lösung „Business Process as a Service“ (BPaaS) wird aktuell im Rahmen eines Entwicklungsprojektes auf diese Anforderungen hin im Bereich „Application Plattform" moduliert. Da es methodologisch zu komplex wäre, die Gesamtstruktur eines regionalen elektronischen Gesundheitsmanagementsystems vorzustellen, wird im Rahmen des Showcases exemplarisch ein Kernprozess dargestellt.

Präsentation: C4_Porzelt

30 Minuten

Maren Porzelt / Vitalij Vigdortchik

Gerald Götz

Keynote 5: Klinik 4.0 – Motivation, Umsetzung und Nutzenpotentiale im klinischen Alltag am Beispiel der Städt. Kliniken München

Das Technologiemanagement der Städt. Klinikum München GmbH (StKM) integriert erstmals in einer deutschen Klinik Medizintechnik, Informationstechnologie und Telekommunikation unter einer Gesamtverantwortung. Knapp 100 hochqualifizierte Mitarbeiter vertreten darin drei Schwerpunktbereiche:

  • Anforderungsmanagement und Planung: Medizintechnikplanung, Prozess- und Technologiewissen zu den strategischen Handlungsclustern der StKM, Integriertes Risikomanagement für medizinische Informationstechnologie
  • Anwendungen und Services (die softwaretechnologische Produktionseinheit der StKM)
  • Infrastruktur, Systeme und Geräte: technologischer Basisbetrieb, Anwendungsbetrieb, Vor-Ortservice für Medizingeräte, Informations- und Kommunikationstechnologie
Präsentation: K5_Götz

30 Minuten

Gerald Götz

Diskussion „Quo vadis … Gesundheitsregionen?“

Moderation: Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik; Teilnehmer: Andreas Ellmaier, Gerald Götz, Joli Haller, Andreas Hoffmann, Claudia Küng, Sophie Schwab

45 Minuten

Keynote Speaker und Moderatoren

plus

Prof. Dr. habil. Manfred Cassens

ifgs

plus

Andreas Ellmaier

StMGP (Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)

plus

Gerald Götz

Städtisches Klinikum München

plus

Joli Haller

Markt Bodenmais

plus

Prof. Dr. Marcus Helfrich

ifgs

plus

Andreas Hoffmann

Scheer GmbH

plus

Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik

Bayerische TelemedAllianz

plus

Dr. med. Dipl.-Inform. Klaus Juffernbruch

GoToMarket Group and Partners

plus

Claudia Küng

Health Care Bayern

plus

Prof. Dr. David Matusiewicz

ifgs

plus

Sophie Schwab

DAK-Gesundheit

plus

Prof. Dr. Thomas Städter

ifgs

plus

Prof. Dr. Klemens Waldhör

ifgs

Call for Papers

Der Call for Papers ist mittlerweile abgeschlossen.

Alle eingereichten Beiträge wurden dem Programmkomitee zur Auswahl vorgelegt. Auswahlkriterien sind die wissenschaftliche Relevanz, Inhalt und Aufbereitung des Themas, Aktualität und Innovationsgehalt sowie der rechtzeitige Eingang der Unterlagen.

Pro Veranstaltungsbeitrag sind 20 Minuten Vortrag und 10 Minuten Diskussion mit dem Plenum vorgesehen. Außerdem wurden für die Schwerpunktthemen Poster erstellt die im Rahmen der Poster-Session präsentiert werden.

Hinweis: Poster bitte im DIN A1 Format mitbringen und bei der Registrierung am Empfang abgeben!

Veranstaltungsort

FOM Hochschule für Oekonomie & Management

FOM Hochschulzentrum München
Arnulfstr. 30
80335 München

Zum Parken stehen Ihnen kostenpflichtige Parkplätze in der Umgebung zur Verfügung. Weitere kostenpflichtige Parkplätze befinden sich in der Hopfenpostgarage, die nur wenige Meter vom FOM Hochschulzentrum entfernt ist.

Anmeldung

15. Februar 2017, 08.30 – 17.30 Uhr
Leistungen für Teilnehmer:

  • Teilnahme am Tagungsprogramm und der begleitenden Ausstellung
  • Download der Vorträge und ergänzender Informationen der Aussteller nach der Tagung
  • Mittagessen und Getränke

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung per Email.
Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Anmeldung ist verbindlich, die schriftliche Stornierung ist bis 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn möglich.

Änderungen im Programm bleiben vorbehalten.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Partner

Veranstalter der Tagung ist das ifgs – Institut für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

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Kooperationspartner:

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